Kaum ein Peptid wird so viel diskutiert wie BPC-157, und kaum eines hat so wenige klinische Daten. Dieser Leitfaden trennt Laborbefunde vom Online-Hype und nennt zu jeder Aussage eine Quelle.
BPC steht für „Body Protection Compound“, also eine Art körperschützende Verbindung. Anfang der 1990er-Jahre beschrieb eine pharmakologische Arbeitsgruppe in Zagreb (Kroatien) ein Protein im menschlichen Magensaft, das die Magenschleimhaut zu schützen schien. BPC-157 ist ein kurzes Stück davon: eine Kette aus nur 15 Aminosäuren, die sich im Labor herstellen lässt.
Seitdem haben Hunderte Arbeiten Wirkungen von BPC-157 bei Tieren auf Magengeschwüre, Sehnen, Muskeln, Blutgefäße und anderes beschrieben. Der Großteil stammt von einer einzigen Forschungsgruppe und nutzt Nagetiere. Nur wenige kleine Studien befassten sich mit Menschen, und keine davon war eine große, kontrollierte Studie.
Diese Lücke zwischen Begeisterung und Belegen zieht sich durch die ganze Website. Jede Seite erklärt einen Teil der Geschichte und verlinkt die Originalarbeiten, damit Sie selbst beurteilen können, wie belastbar eine Aussage ist.
| Vollständiger Name | Body Protection Compound 157 (auch BPC 157 oder PL 14736) |
| Typ | Synthetisches lineares Peptid aus 15 Aminosäuren |
| Sequenz | Gly-Glu-Pro-Pro-Pro-Gly-Lys-Pro-Ala-Asp-Asp-Ala-Gly-Leu-Val |
| Herkunft | Abgeleitet von einem größeren Protein aus menschlichem Magensaft |
| Hauptbelege | Tiermodelle und Zellversuche; drei kleine Pilotberichte am Menschen |
| Medizinischer Status | Weder von der EMA noch der FDA oder einer anderen großen Behörde als Arzneimittel zugelassen |
| Sport | Auf der Verbotsliste der Welt-Anti-Doping-Agentur aufgeführt |
Diese Website gibt keinen medizinischen Rat und sollte keine Entscheidung über Ihre Gesundheit beeinflussen. Für die Forschung verkauftes BPC-157 ist eine Laborchemikalie ohne zugelassene Anwendung am Menschen. Bei Verletzungen oder gesundheitlichen Beschwerden wenden Sie sich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.